Gedichte und freie Verse

von tragisch bis fantasievoll

zum Durchstöbern, Weiterreimen und Vortragen



Ewig weit fort


Ich werde nie vergessen, wie sich deine Haut anfühlt.

Wie jede Alltäglichkeit mit dir zum Abenteuer wird.

Du bist für mich das Meer und die Sterne, und das wirst du bleiben.

Ewig.

Ewig weit.

Ewig weit fort.

Mein Herz, so übervoll mit Gefühlen.

Wut. Bitterkeit. Verständnis. Liebe.

Unschuldig wie ein Kind, gnadenlos wie das Meer.

Ewig.

Ewig weit.

Ewig weit fort.

Tränen versunken und vergessen.

Vorwürfe und Versprechen für immer verloren.

Die Nähe von der Ferne erdrückt. Die Liebe bleibt ...

Ewig.

Ewig weit.

Ewig weit fort.

... ein stilles Geheimnis, das niemand kennt.


Wenn sein darf, was ist


Ich habe dich eingereiht, als ungelesenes Buch in der Bibliothek der Geschichten,

die mein Leben nicht schreiben durfte.

In einem anderen Leben, einer Zeit, in der etwas Schönes nicht auch schlecht sein kann, werde ich dich lesen.

In einer Realität in der sein darf, was ist, werde ich dich Seite um Seite näher kennenlernen.

Und mein Name wird nicht mehr nur zwischen den Zeilen geschrieben stehen.


Drachenfarben


Ein Drachenkind, es lebt verborgen,

In der Welt der Fantasie.

Du kannst es fühlen und auch hören,

Aber sehen wirst du es nie.


Schade, denn in seinem Schuppenkleid,

Da schimmern tolle Farben.

Rot für die Wut,

Grün für den Neid,

Und Blau steht für die Traurigkeit.


Es ist, wie alle Drachen unberechenbar.

Mal schleicht es leis',

Mal stürmt es an,

Mal ist es gar nicht da.


Ein Drachenkind zu zähmen,

Das ist niemals leicht.

Doch wenn du versuchst, es zu verstehen,

Dann schaffst du es vielleicht.


Hör gut in dich hinein,

Halt' Ausschau nach den Farben.

Rot ist die Wut,

Grün ist der Neid,

Und Blau steht für die Traurigkeit.


Ist der Drache auch sehr wild,

So ist er doch ein schönes Tier.

Ihm gehören die tollen Farben

Und die Gefühle gehören dir.


60


Mit Mühe sind 60 in Kilogramm, gerade noch zu heben,

Doch bebt sie die Erd' in Magnituden,

Steht`s schlecht ums Überleben.


Bei Volumprozent beginnt´s ab 60 erst zu brennen,

Misst man´s jedoch in Mikromort,

Empfiehlt es sich zu rennen.


60 Volt Berührungsspannung ist entschieden zu vermeiden,

Gleiches in Grad Celsius ist schwerlich zu erleiden.


60 Gramm vom falschen Stoff bringen Dich hinter Gitter,

Die 60 IBU im Bier sind lediglich zu bitter.


Die Nase rümpft,

Wer 60 Olf im Wind ermisst,

Wenngleich die 60 auf der Beaufortskala noch nicht einmal zu finden ist.


60 Becquerel bringen lang dich nicht zum Strahlen,

Selbes gilt für die Scoville,

60 hindern nicht am mahlen.


Bei 60 Sone wiederum,

Schmerzt regelrecht schon das Gehörte.

Mit der 60 in LD bleibt kaum Zeit für letzte Worte.


Du siehst,

Die Zahl ob klein ob groß,

S´liegt rein an ihr ´m Betrachter.

Wir philosophieren weiter drum,

Steht statt der Sechs der Achter.


Alles Gute zum 60er!


Vertrauen


Eine Erfahrung,

Ein wundervoller Traum getarnt als Augenblick.

Durch Dich kenne ich den Stolz der Ehrfurcht

Und die Würde der Behaglichkeit.


Bin ich bei Dir,

Kann ich in Ruhe verletzlich sein.

Das Geschick des Verstandes

Lässt die Angst vor Vergänglichkeit,

Einer produktiven Unruhe weichen

- Lebendigkeit.


Ich bin begeistert von der Hingabefähigkeit,

Die du in mir weckst.

Ich vertraue Dir,

Aus Liebe